Auf Kunstausstellungen findet man mich dort... wo ich die Kunst wieder zu ihrem Ursprung verhelfen kann. Dort, wo man sich gemeinsam dem vorgegebenen Zwang widersetzt, zusammengehöriges zu trennen, um es aufzugliedern in Fachbereiche. Damit schafft man Trennungen, Fachidioten, die den Blick für das Ganze verlieren und den Egoismus dieser Welt dabei noch ins grenzenlose steigern. Wir brauchen ein Miteinander, ein Füreinander, bei der die Dinge die wir tun wichtiger sind als Titel, Rang und Namen, die eh nur geistige Krücken für Möchtegerngroße sind. Was man hier für Schmuckwerk hält, ist die Armseligkeit eines übersteigerten Egos, das ohne diese Gehhilfen hohl ist, leer, nicht lebensfähig. 

 

Gerne lasse ich mich von Werken anderer Künstler inspirieren und schreibe Dichtungen zu ihren Gemälden, Skulpturen, Plastiken und anderen Künsten. Eines meiner Ziele ist,  Malerei und Lyrik zueinander finden zu lassen, so dass sie sich gegenseitig beflügeln, ergänzen und im Idealfall miteinander verschmelzen. Das Ergebnis dieses Vorganges nenne ich -Malyrische GedankenGemälde-,wobei Malyrisch für malerisch-lyrisch steht.

 

Durch diese Art der Darstellung eröffnen sich für den Leser und Betrachter neue Möglichkeiten des Verstehens. Entweder kommen Sie über die Dichtung zu dem Inhalt des Gemäldes, oder über das Gemälde zum Inhalt der Dichtung. -Malyrische GedankenGemälde- verführen zu einer inneren Reise, die die vorgegeben Grenzen der Allgemeinvorstellungen sprengt- und somit, ein neues Kunst- und Lebensverständnis zum erwachen belebt.

 

Es gibt schon einige Künstler, die der Vision vom Miteinander-Füreinander folgen. Die Anderen müssen erst noch gefunden oder geboren werden.

 

Fredi M. Uhlig

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Weite

 

Und wenn mir klar wird,

es tief in mir begreife,

das ich erst reife,

wenn da Weite in mir ist...

gelebtes Wohlwollen sich verkörpert

und das Sinnen keine Grenzen mehr misst...

 

den Blick zum Nachthimmel,

entrückt dem Raum, entrückt der Zeit,

immerfort zeigt sie sich mir

die Weite, die Ausdehnung, die Endlosigkeit.

 

Und nun schau einmal vom Mond aus,

hinunter auf die Erde.

Was glaubst du was du bist,

in des Menschen winz'ger Herde?

 

Siehst du irgendwas

das da kreucht, das da kriecht?

Entdeckst du irgendeinen König,

eine Schnecke, ein Rinnsal das da fließt?

 

Wie hoch einer auch glaubt zu sein,

ist's noch weniger als ein Staubkorn,

so gering, so unbedeutend klein.

 

Wenn Winzlinge sich erdreisten

etwas großes darzustell'n...

dann liegt's wohl am winz'gen Verstande...

keiffendes Kläffen, lautes Bell'n.

 

Fredi  M. Uhlig

 

 

 

 

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