... freischaffende Künstlerin aus Westerholz
Wichtiger Hinweis zu den Arbeiten Gudrun Adrions . Ein Besuch bei der Künstlerin lohnt sich immer, da die hier gezeigten Fotos ihrer Gemälde niemals die Qualität des Originals wiedergeben können. Also Life ansehen und überrascht sein. Fredi M. Uhlig.
Über meine Arbeit
2005 kam ich das erste Mal mit der Enkaustik-Malerei in Kontakt. Unmittelbar spürte ich die Anziehungskraft dieser sehr alten Maltechnik. Jeder Mensch ist auf der Suche nach Erfüllung nach dem, von dem er irgendwie fühlt, daß es fehlt. Ich hatte es von einem Moment zum anderen entdeckt. Mit dieser Art der Malerei sah ich mich in die Lage versetzt, meinen Gefühlen Ausdruck zu verleihen und innerlich Unverarbeitetes zu berühren, um mich ihm bedächtig anzunähern, wodurch es seinen Schrecken verlor. Mir begegnen viele Menschen, denen ich von ganzem Herzen wünsche, sie fänden endlich die zu ihnen gehörende Brücke zu sich selbst,damit sie sich ein wenig an die verinnerlichten, eingefahrenen Spuren der Verhärtung heranwagen.
Neue, andere Sichtweisen zu erfahren, setzt eine innere Bewegung in Gang, die ihre eigene Schönheit vermittelt. Wer in sich selbst, an sich selbst rüttelt, der bringt Bewegung in sein Leben... bricht mit dem, von dem er/sie dachte: so ist´s richtig, so muss es sein, so soll´s bleiben. Die Natur kennt weder Stillstand noch Verharren... und was sind wir anderes, als ein Teil von ihr. Gewohnheiten haben sich bis tief in die Seele hinein verwurzelt und halten uns mit aller Kraft gefangen.
Ich möchte rütteln...
zuerst für mich selbst,
dann gegen all das, was uns Menschen in unserer Entwicklung bremst, uns von uns selbst fernhält.
Ich möchte eine gerechtere Welt voller Licht und Liebe.
Gudrun Adrion
Objektgemälde: Gudrun Adrion
In Liebe
Hast du’s nicht gesehen? …
wenn Regenbögen im vollen Glanz erscheinen,
wie unter ihren Farbtönen
die Schmetterlinge weinen?
Wie ihre Tränen…
durch den Atem der Welt dann schweben? …
aneinander prallen,
und so einen lautlosen Ton von sich geben?
Wodurch stille Klänge zu den Herzen dringen,
die wiederum…
die Seelenstimmgabeln in Schwingung bringen?
Hast du’s wirklich nicht gesehen? …
oder es fein gespürt,
wo dich diese Seelenschwingung sanft berührt?
Du sagst:
„So etwas gibt es nicht,
und wenn,
dann nur in deinen Reimen“.
Jedoch sah ich ihn in dir, den Regenbogen
und unter ihm…
die Schmetterlinge weinen.
Fredi M. Uhlig
Objektgemälde: Gudrun Adrion. ... Leider geben die Fotos nicht die Life-Farbgebung wieder.
Vom Frühling
Mir ist nach Blütezeit, nach Blumenzeit,
innen,
weil ein schmunzelnder Schalk mich im Nacken berührt.
Mich lenzt es sozusagen zum Frühling hin,
innen,
da ein Duft des Friedens mich zusehens verführt...
hin zum loslassen,
hin zum entjochen meiner von mir selbst errichteten Leidenskammer,
die über und über angefüllt ist,
mit nimmer vergeben, immer nachtragen und all dem Gejammer.
Ach, mir ist nach Blütezeit, nach Wildwuchs,
nach Entkettung leidbringender Gewohnheiten,
an die ich mich unerbittlich auf ewig binde.
Ich lebe jetzt den Frühling, mein Lieber,
weil das Alte losgelassen werden will,
wie ich finde.
Freude soll's für mich vom Himmel regnen.
Wahre Freundschaft soll mir täglich neu begegnen.
Ein Seelenblütenzauber mir aus dem Herz entspringen...
ja, Zeit ist's,
das Lied der Liebe für mich selbst zu singen...
damit ich hier auf der Erde,
es zu Lebzeiten noch los werde...
dieses Selbstmitleid-Ego.
Fredi M. Uhlig
Gesellschaftskritisch-poetisch ... Sozialkritisch-ethisch ... Selbstkritisch ...
Facettenreich ... Der inneren Entwicklung entgegen schreitend














